Die Anlagen

Rund um den Aussichtsturm und am Turm selbst befinden sich noch Reste des einstigen "Alterthümermuseums". Beim Bau der Tillyschanze wurden "Antiquitäten" aus Hann. Münden und der Umgebung gesammelt, teilweise in das Gebäude integriert oder um den Turm herum angelegt. Eine von Stadtführern geleitete fachmännische Besichtigung wird angeboten, andererseits werden im "Führer durch die Anlagen der Tillyschanze" Anlage und Turm eingehend beschrieben, so daß der Besucher einiges Wissenswertes über diesen Platz erfahren kann.

Ein Auszug aus dem neuesten "Führer durch die Anlagen der Tillyschanze" soll einen kurzen Einblick in die Sammlung geben:

Urne mit Urnendeckel Gotischer Tuerklopfer
Die Urne mit Urnendeckel ist aus dem 17. Jahrhundert und stand auf einem alten Friedhof in Hann. Münden. Der mächtige gotische Türklopfer an der Tür des unteren Raumes stammt aus dem 15. Jahrhundert und zierte einst ein Haus in Hann. Münden.

Persephone-Relief Gustav-Eberlein-Relief
Das an der Bastei-Laube am Turm angebrachte Relief mit der sinnbildlichen Darstellung der Unsterblichkeit wurde von einem Kaufmann zu Anfang dieses Jahrhunderts in dem von ihm gegründeten "Werder-Garten" in Hann. Münden (heute: Doktorwerder) zur Erinnerung an seine ihm im Tode vorangegangenen Frau aufgestellt. Das Relief zeigt die Persephone, Herrscherin der Unterwelt. Sie geleitet die Seele des Menschen, dargestellt durch den Schmetterling an ihrer Fingerspitze, in das Totenreich (Griechische Mythologie).

Im oberen Turmzimmer befindet sich das Relief von Gustav Eberlein (umfangreiche Informationen über den bekannten Bildhauer finden Sie hier und hier), welches die Eroberung der Stadt durch Tilly darstellt. In diesem Relief brachte Eberlein viele persönliche Dinge unter. Zudem haben etliche der dargestellten Personen große Ähnlichkeit mit ihm nahestehenden Menschen. Sein Vater, seine Mutter, Freunde und Verwandte sind hier als Krieger, verwundete Soldaten und Bürger abgebildet.

Persephone-Relief Im Jahre 2007 kehrte auch die geheimnisvolle Steinbüste der Katharina an ihren ursprünglichen Platz in der Turmmauer zurück.

Dies sind nur einige wenige Beispiele aus der vielfältigen Sammlung am und im Turm. Ein Besuch der Anlagen lohnt sich in jedem Fall - der Geist der Geschichte lebt auch hier...